Hugo Grotius

Hugo Grotius wurde 1583 in Delft geboren. Schon früh erstaunte er Mitmenschen mit seiner Intelligenz und seinem Wissen. Schon mit 11 Jahren wurde er an der Universität Leiden angenommen, um Rechtswissenschaften zu studieren. Fünf Jahre später erhielt er seinen Doktortitel. Hugo wird als einer der Urheber des Völkerrechts betrachtet. Zu seinen bekanntesten Werken gehören “Mare Liberum” (über die Freiheit der Meere) und “De Iuri Belli ac Pacis” (über das Recht des Krieges und des Friedens). Klicken Sie hier um Hugo Grotiuss Briefe zu lesen.

Während des zwölfjährigen Waffenstillstands (1609 – 1621) des Niederländischen Aufstands verschärften sich religiöse Meinungsverschiedenheiten stets weiter. Prinz Moritz und sein Heer erhielten den Auftrag, für Ordnung zu sorgen. Dies führte zur Verhaftung des Staatsanwalts Johan van Oldenbarnevelt und des Pensionärs von Rotterdam Hugo Grotius. Während seiner Gefangenschaft in der Burg Loevestein las Hugo Grotius viel. Stapel von Büchern wurden in großen Bücherkisten gebracht und wieder abgeholt. Bei jeder Lieferung wurde die Kiste von Wachleuten genau untersucht. Da die Wachleute nie etwas Verdächtiges fanden, kontrollierten sie nach einer Weile nicht mehr so oft. Maria van Reigersberg, die Frau von Hugo Grotius, und ihr Dienstmädchen hatten einen raffinierten Einfall.

Am 22. März 1621 gelang Hugo Grotius die Flucht von Loevestein in jener Bücherkiste. Grotius reiste nach Paris und stellte mit Unterstützung des französischen Königs eine Anfrage an die holländischen Staaten, seine Frau und Kinder auch nach Frankreich ausreisen zu lassen. Der Anfrage wurde zugestimmt unter der Bedingung, dass Grotius nie wieder in die Niederlande zurückkehren sollte.